Andreas Gutjahr

Dr. Andreas Gutjahr

 

Biografisches:

Jahrgang 1960, seit 2015 getrennt lebend in Berlin, einer von drei Söhnen einer jüdischen Mutter (Freiburg/Breslau) und katholischem Vater aus Freiburger/Schwarzwälder Familie. Keine Kinder. Akademische Bildung in Betriebswirtschaft und Forschung/Promotion sowie Personalentwicklung.

Therapeutische und Gruppentherapeutische Arbeit, Weiterbildung in verschiedenen Methoden für Persönlichkeitsentwicklung, Trainer für Führungskräfteentwicklung und internationaler Facilitator/Berater für Unternehmenskulturentwicklung. Experte für Selbstorganisation und New Leadership. Internationales Studium/Stipendium in den USA. Aktiv in der integralen Bewegung Ken Wilbers, Meditation/Mystik, Aikido, Sport, Musik. Seit 2009 im Umfeld von Thomas Hübl und aktuell im Timeless Wisdom Training. Seit kurzem Systemische Aufstellungsarbeit. www.shiftconsulting.de

Kontakt: email privat@andreasgutjahr.de

Weshalb ich persönlich mich mit dem Thema engagiere?

30 Jahre lang habe ich die Auseinandersetzung damit vermieden…und es quälte mich immer noch eine innere Unruhe…als Sohn jüdischer und deutscher Eltern komme ich nicht in Frieden, weil ich immer noch das Gefühl hatte, in Deutschland nicht ganz sicher zu sein – warum? Weshalb ist in mir noch Scham und Angst, obwohl wir uns im Jahr 2015 befinden – eine deutsche Wiedervereinigung hinter uns haben. Weshalb habe ich das Gefühl dass wir in Deutschland weniger Empathie haben und ein verkrampftes Verhältnis zu Vaterlandsliebe und zu „Täter-Opfer-Dynamiken“?

Ich finde, wir haben in Deutschland eine beispielhafte Erinnerungskultur zu den Schrecken des Nationalsozialismus – darauf können wir stolz sein…..und angesichts unserer eigenen Gefühle von Schuld, Scham und Angst zu dem Thema beschleicht uns doch eine Ahnung, dass es noch nicht geheilt ist. Die Muster von Schweigen, Leugnung, Angst vor Machtmissbrauch und Missbrauch von spirituellen Ritualen und Symbolen sind erkennbar, wenn wir hinschauen wollen – auch in uns selbst!

Auch wenn wir diese leidvolle Zeit meistens nicht persönlich erlebt haben. Was tun damit? Unsere Großeltern und Eltern schweigen, oder wollen sich nicht mehr erinnern – zu traumatisch waren die Erlebnisse. Wir sind identifiziert mit dem Leid unserer Eltern!

Und wir haben offene Fragen – was hat mein Großvater in der Wehrmacht getan, waren sie Mitläufer, Widerständler, Opfer oder Täter…? Was wäre, wenn wir endlich unsere übernommene Scham, Schuld und Angst transformieren könnten und die frei werdende Energie in unsere Zukunft investieren könnten?

Kontakt:

privat(at)andreasgutjahr.de